Bergrettung Voitsberg

Bergrettungsdienst Österreich


Notruf 140

Wanderer in Notlage am Rappoldkogel

Die Ortsstellen Köflach und Voitsberg wurden am 20. Juni gegen 14:00 Uhr zu einem in Not geratenen Wanderer am Rappoldkogel (Bez. Voitsberg/ Gem. Hirschegg-Pack) gerufen.

Ein US-Amerikaner erlitt kurz unter dem Gipfel einen medizinischen Zwischenfall, der ihn am weiteren Abstieg hinderte. Da aber keine
lebensbedrohliche Situation vorherrschte und auch jegliche alpine Gefahren auszuschließen waren, wurde entschieden, den Wanderer
ohne Hubschraubereinsatz vom Berg zu retten.

Vor Ort konnten die Bergretter, Bergrettungs-Notfallsanitäter und die ebenfalls im Einsatz befindliche Bergrettungsärztin den Patienten versorgen und stabilisieren. Im weiteren Verlauf wurde der Wanderer unter Seilsicherung mittels Gebirgstrage bis zu einem Forstweg begleitet, wo er an den Rettungsdienst übergeben wurde.

Das Rote Kreuz Voitsberg-Köflach, inklusive Notarzt, brachte den Wanderer ins LKH-Weststeiermark, Standort Voitsberg.

Im Einsatz befanden sich neun Bergretter der beiden Ortsstellen inklusive der Bergrettungsärztin Dr. Christina Roßmann, deren Einsatz entscheidend war.

        

Präsentation der Bergrettung der Landjugend des Bezirkes Voitsberg

Die Bergrettungs-Ortsstellen Voitsberg und Köflach durften sich der Landjugend des Bezirkes Voitsberg präsentieren. Den jugendlichen und erwachsenen Teilnehmer wurde in einem kurzen Theorieteil die Geschichte und die Aufgaben der Bergrettung näher gebracht.

Danach ging es für die Teilnehmer ins Freie wo es an drei Stationen galt die Tätigkeiten der Bergrettung kennenzulernen und auch selbst etwas zu lernen.

1. richtiges Gehen und Verhalten im Gelände

2. Rettung eines Verletzten mittels einer Universaltrage (UT2000) über einen Hang bergauf

3. Abtransport der geretteten Person mit einer Seilbahn über eine längere und schwierige Passage

Zum Abschluss konnten alle Teilnehmer die sich trauten die Seilbahn selbst testen.


Danke an die Landjugend Voitsberg für die tolle Vorbereitung und Zusammenarbeit!

Gebietsübung am 17. und 18. März am Salzstiegl

Bergretter gefordert!!

Die Bergretter des Gebietes Weststeiermark haben am 17. und 18. März ihre jährliche Gebietsübung am Salzstiegl durchgeführt.
Für die knapp 50 Bergretter der Ortsstellen Graz, Köflach, Schwanberg, Übelbach und Voitsberg wurde am Samstag ein lehrreicher Stationsbetrieb vorbereitet. An mehreren Stationen wurden Lehrinhalte wie Lawinenkunde, Zusammenarbeit mit den Hundeführern, Seiltechnik und natürlich die medizinische Versorgung von Patienten vermittelt.

In den Abend- und Nachtstunden wurden die Bergretter bei dichtem Schneefall durch mehreren Übungsszenarien im Bereich des Speikkogels und der Rodelbahn gefordert. Insgesamt wurden durch die Bergretter 9 Personen versorgt und aus dem alpinen Gelände abtransportiert.

Am Sonntag wurden die Fähigkeiten unserer Einsatzkräfte bei einer Schitour mit äußerst schlechten Sichtverhältnissen unter Beweis gestellt und ihre Geschicklichkeit beim Fahren mit dem Akja überprüft.

Ein besonderer Dank für die Unterstützung bei der Umsetzung dieser Übung gilt der Familie Kaltenegger vom Salzstiegl und ihren Mitarbeitern, die uns immer mit vollstem Engagement helfen, wenn wir sie brauchen!

 

  

Unser Bergrettungskamerad ist „Steierer des Tages“

Steirer des Tages Bergretter: Sie nennen ihn „Spürhund“

Josef Hausegger hat einen sechsten Sinn, wenn es um das Auffinden von Personen geht. Seine Kollegen nennen ihn liebevoll „Spürhund“. Für ihn ist es einfach nur Glück.

Von Katharina Pillmayr (Kleine Zeitung) | 16. September 2017

 

Eine Mittfünfzigerin, die von einem Wetterumschwung im Winter überrascht wurde und die Orientierung verloren hatte. Ein älterer Mann, der sich beim Wandern im Bereich des Peterriegels verlaufen hatte und seine Frau nicht mehr finden konnte. Und ein Ehepaar um die 70, das sich erst am Donnerstag beim Schwammerlsuchen auf dem Reinischkogel aus den Augen verloren hatte. Dass alle drei Suchaktionen glimpflich ausgegangen sind und sich die Betroffenen wieder in die Arme schließen konnten, ist vor allem einem zu verdanken: Josef Hausegger.

Kleinigkeiten können bei der Suche helfen

Seit mehr als 40 Jahren ist er aktiver Bergretter bei der Ortsstelle in Voitsberg – und hat im Laufe der Zeit ein besonderes Gespür entwickelt, um Abgängige im alpinen Gelände wiederzufinden. „Es ist viel Glück dabei“, sagt der 65-Jährige bescheiden, beinahe verlegen. „Man muss den Angehörigen nur genau zuhören und ihnen das Gefühl geben, dass man sie ernst nimmt. In vielen Fällen sind es Kleinigkeiten, die bei der Suche weiterhelfen“, erklärt der gelernte Dreher, der die weststeirische Bergwelt wie seine Westentasche kennt.

Seine Kameraden von der Ortsstelle Voitsberg, die er in ihrer heutigen Form mitaufgebaut hat, haben ihn Spitznamen „Spürhund“ gegeben. „Am liebsten gehe ich mit dir ins Gelände. Jedes Mal wenn du raus kommst, bringst du die Leute mit“, habe ein Kollege einmal zu ihm gesagt. Wenn Hausegger das erzählt, kann er nur lachen. Allzu prätentiöses Auftreten widerstrebt ihm.

Prägende Erlebnisse

Seit Jahrzehnten stellt er sich in den Dienst der Allgemeinheit. Geht ein Notruf ein, ist er zur Stelle, um Menschen zu bergen. Auch wenn er seit 2010 in Pension ist. Geprägt hat ihn ein Erlebnis als junger Mann, nachdem ein Bergführer in den Julischen Alpen in der Gruppe vor ihm tödlich verunglückt war. Die Zahl der Einsätze, die er erlebt hat, kann er unmöglich beziffern. Nur eines weiß er – und dafür ist er dankbar: „Man ist jedes Mal angespannt, wenn man ins Gelände geht. Gott sei Dank ist nie jemandem etwas Schlimmeres passiert.“ Natürlich hat es traurige Momente gegeben, die den Bergretter bis heute beschäftigen und nicht loslassen wollen.

Von diesem Glücksgefühl der Leute zehrt man.

Josef Hausegger, Bergretter

Er konzentriert sich auf die schönen. „Wenn man sieht, wie dankbar die Leute sind, nachdem man sie gefunden oder zu ihren Angehören gebracht hat, schlottern bei manchen vor lauter Aufregung und Freude die Knie, ihre Stimmen versagen und sie fallen sich um den Hals. Von diesem Glücksgefühl der Leute zehrt man“, erzählt der Retter.

Bei jedem seiner Einsätze muss er abwägen und Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die auf Hauseggers jahrzehntelanger Erfahrung basieren – und auf seinem feinen Spürsinn, den er lieber als einfaches „Glück“ bezeichnet.

Zur Person

Josef Hausegger (65) ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Ligist. Bis zu seiner Pensionierung 2010 war er hauptberuflich als Dreher tätig.

Vor mehr als 40 Jahren hatte er seinen ersten Einsatz bei der Voitsberger Bergrettung.

Seine Hobbies sind neben dem Berggehen das Tennisspielen und das Skifahren.

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